Das „Etymologische Wörterbuch des Althochdeutschen“ untersucht ausgehend vom Althochdeutschen die semantische und formale Entwicklung des Wortschatzes bis zum Neuhochdeutschen, erfasst die sprachlichen Verwandten innerhalb des Germanischen und Indogermanischen und rekonstruiert die urgermanische und vorurgermanische Vorform. Dabei werden neue Erkenntnisse über die Herkunft und die genetische Einordnung althochdeutscher Wörter gewonnen.

Das Wörterbuch ist ein wichtiges Hilfsmittel für sprachvergleichende und sprachhistorische Forschungen zum Wortschatz altgermanischer und indogermanischer Sprachen.

Das Wörterbuchprojekt wurde 1978 von Albert Larry Lloyd und Otto Springer, beide von der University of Pennsylvania, begonnen. Seit 1998 leitet Rosemarie Lühr das Projekt.

Bislang sind 8 Bände erschienen:
Band 1 (a – bezzisto) 1988, Band 2 (bî – ezzo) 1998, Band 3 (fadum – fûstslag) 2007, Band 4 (gâba – hylare) 2009, Band 5 (iba – luzzilo) 2014, Band 6 (mâda – pûzza) 2017, Band 7 (quaderna – skazzôn) 2021, Band 8 (skebidîg - swummôd) 2024. Das Gesamtwerk ist auf 10 Bände konzipiert. Vor der Aufnahme in das Akademienprogramm förderten die Deutsche Forschungsgemeinschaft und das National Endowment for the Humanities in den USA das Projekt.

https://www.gw.uni-jena.de/indogermanistik

Kontaktinformationen

Sächsische Akademie der Wissenschaften
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Zwätzengasse 12
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Bunte Karte, hauptsächlich vom europäischen Raum, auf der die Verteilung der indogermanischen Sprachen skiziert ist. Geografisch ungefähr wie folgt: Keltisch auf den britischen Inseln, Germanisch in Mittel- und Nordeuropa, Italisch im Süden, Balto-Slawisch große Gebiete im Osten, dazu kommen dann noch kleinere Gebiete mit den Balkan-Sprachen, Anatolisch, Griechisch und Armenisch.
Geographische Verteilung der indogermanischen Sprachen – Diachrone Projektion (Grafik: Jörg Wachtel, Halle/Saale)